Leitsymptome: starke Menstruationsschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen (auch zyklusunabhängig), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Schmerzen beim Stuhlgang und Wasserlassen, Becken- und Rückenschmerzen, Darmstörungen (Endo Belly), unerfüllter Kinderwunsch uvm.
Endometriose
Was ist Endometriose?
Endometriose ist die häufigste gutartige chronische Erkrankung bei Frauen, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst (zum Beispiel an den Eierstöcken, Eileitern oder im Bauchraum).
Dieses Gewebe verhält sich ähnlich wie die normale Schleimhaut, es baut sich im Verlauf des Menstruationszyklus auf und wird wieder abgebaut. Da es jedoch den Körper nicht verlassen kann, kann es zu Entzündungen, Schmerzen und Verwachsungen kommen.
In Deutschland sind ca. 2 Millionen Menschen von Endometriose betroffen, die WHO geht von weltweit ca. 190 Millionen Betroffenen aus.
Osteopathie bei Endometriose
Osteopathie kann bei Endometriose eine sanfte, begleitende Unterstützung sein. Sie zielt nicht darauf ab, die Erkrankung selbst zu behandeln, sondern kann helfen, den Körper insgesamt etwas zu entlasten.
- Sanftes Lösen von Spannungen
Durch wiederkehrende Schmerzen entstehen oft Verspannungen im Bauch- und Beckenbereich. Osteopathische Behandlungen können dabei helfen, diese Spannungen behutsam zu reduzieren.
- Förderung von Beweglichkeit im Gewebe
Im Bauchraum sollten Organe und Gewebe frei beweglich sein. Wenn diese Beweglichkeit eingeschränkt ist, kann das Beschwerden verstärken. Osteopathie kann unterstützen, wieder mehr Leichtigkeit in diese Bewegungen zu bringen.
- Unterstützung von Durchblutung und Lymphfluss
Sanfte Techniken können die Durchblutung und den Lymphfluss anregen, was das allgemeine Wohlbefinden positiv beeinflussen kann.
- Beruhigung des Nervensystems
Viele Menschen empfinden osteopathische Behandlungen als entspannend. Das kann sich günstig auf Stress, Anspannung und das Schmerzempfinden auswirken. - Ganzheitlicher Ansatz
Auch Haltung, Atmung und andere körperliche Zusammenhänge werden mit einbezogen, was bei chronischen Beschwerden unterstützend sein kann.
Wichtig: Osteopathie versteht sich als Ergänzung zu einer medizinischen Behandlung, nicht als Ersatz. Viele Betroffene nutzen sie als einen Baustein, um besser mit den Beschwerden umzugehen und um mehr Körpergefühl zu entwickeln.
Was erwartet dich in der Behandlung?
Die Sitzung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über deine Beschwerden, die medizinische Vorgeschichte und mögliche Einflussfaktoren. Anschließend erfolgt die körperliche Untersuchung und daraufhin eine gezielte Behandlung mit manuellen Techniken. Bringe bitte all deine Befunde, Op-Berichte etc. zur Behandlung mit.
Achtsamkeit, Wissen und Vertrauen
Gerade im gynäkologischen Kontext ist ein respektvoller, feinfühliger Umgang besonders wichtig. Die Behandlung erfolgt behutsam und immer im Einklang mit dem individuellen Tempo und den Grenzen der Patientin. Ein fundiertes Verständnis der anatomischen, hormonellen und funktionellen Zusammenhänge ist Voraussetzung für eine wirksame und achtsame osteopathische Behandlung.
Bist Du unsicher, ob eine Behandlung für Dich sinnvoll ist, dann zögere nicht und melde Dich gerne bei mir.
Umfassendes Therapiekonzept
Da es sich bei der Endometriose um eine chronische und systemische (den ganzen Körper betreffende) Erkrankung handelt, ist es essentiell, dass du dich ganzheitlich unersuchen und behandeln lässt. Die gynäkologische Untersuchung und Behandlung (Op, Hormontherapie) sind hierbei die Basis.
Daneben gibt es eine Reihe an zusätzlichen Therapieoptionen, die sehr unterstützend sein können und auch zu den aktuellen Leitlinien der Endometriose zählen (Stand März 2025):
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Physiotherapie bzw. Physio pelvica für die Untersuchung und Behandlung des Beckenbodens
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Osteopathie für die Untersuchung und Behandlung des ganzen Körpers inkl. Becken- und Bauchraums mit den Organen.
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Sexualtherapie (Schmerzen während und nach dem Geschlechtsverkehr, Vaginismus etc.)
- Ernährung und Mikronährstoffe (Vit.D, Magnesium, Omega 3)
- Akupunktur und Neuraltherapie
